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Beratung und Unterstützung bei der Implementierung von FreD

Sie interessieren sich für die Umsetzung eines FreD-Projektes in Ihrer Region? Die LWL-Koordinationsstelle Sucht unterstützt Sie gerne dabei.

Von uns dürfen Sie erwarten:

  • Begleitung beim Aufbau einer Steuerungsgruppe vor Ort
  • Beratung zur Erstellung einer sachgerechten Situations- und Bedarfsanalyse
  • Bereitstellung von Know-how bei der Auswahl der Settings
  • Tipps für den Aufbau tragfähiger und nachhaltiger Kooperationsstrukturen
  • Ausbildung von FreD-Trainer*innen

 

Das Zusammenwirken der FreD-Kooperationspartner

Die Grafik veranschaulicht, welche Akteure an einem FreD-Projekt in der Regel beteiligt sind. Die Kooperationsstrukturen werden von der Steuerungsgruppe beim Projektträger (blauer Kreis) etabliert.

Diese Gruppe hat folgenden Aufgaben:

  • den Informationsfluss sichern,
  • eine regelmäßige Teilnahme organisieren,
  • auf Störungen reagieren.

Beim Aufbau der Kooperationsstrukturen hält die Steuerungsgruppe den Kontakt zu den (grün dargestellten) Akteuren aus dem Bereich "Setting" aufrecht. Dabei geht es unter anderem darum,

  • das Projekt vorzustellen und zur Teilnahme zu motivieren,
  • verantwortliche Personen festzulegen und
  • Vermittlungswege abzusprechen sowie
  • Kooperationsvereinbarungen abzuschließen.

Nachdem mit den verschiedenen Akteuren die Situation vor Ort erörtert wurde, werden die geeigneten Konstellationen festgelegt, bei welchem Setting welche Kooperationsstruktur am besten geeignet erscheint.

 

In der Praxis hat es sich bewährt, in drei Dimensionen an der Realisierung eines FreD-Projektes zu arbeiten:

  1. Situationsanalyse
    Ermittelt wird dabei, wie und mit welchen legalen oder illegalen Drogen Jugendliche vor Ort auffallen. Geprüft wird außerdem, wo die Jugendlichen auffallen, ob gegenüber Polizei und Justiz, in der Schule oder im Betrieb, im Umfeld von Jugendhilfeeinrichtungen oder in der Familie.
    Daran anschließend wird geprüft, welche Gesetze und Regeln die Basis bilden könnten, um Jugendliche in FreD-Kurse zu vermitteln. Antworten lassen sich zum Beispiel über Gespräche mit Schlüsselpersonen finden, die vor Ort die Jugendlichen und ihren Drogenkonsum besonders gut einschätzen können.
     
  2. Aufbau der Kooperationsstrukturen
    FreD kann nur erfolgreich sein, wenn vertrauensvoll mit den Institutionen zusammengearbeitet wird, in deren Bereich der problematische Substanzkonsum stattfindet. Möglichst frühzeitig müssen deshalb entsprechende Beziehungen mit Polizei, Justiz, Schule, Betrieb oder Jugendhilfeeinrichtungen aufgebaut werden.
     
  3. Pflege der Kooperation durch eine Steuerungsgruppe
    Die FreD-Steuerungsgruppe ist quasi der "Aufsichtsrat" des Projektes. Die beteiligten Kooperationspartner besprechen, wie erfolgreich die Vermittlungen sind, welche Rückmeldungen es zu den Kursen gibt und welche Probleme erkannt wurden, die gegebenenfalls zu lösen sind.